SPD-Vertreter im konstruktiven Gespräch mit der Naheland-Touristik und Geschäftsführerin Katja Hilt

Veröffentlicht am 30.07.2020 in Kommunales

v.l.n.r.: Carsten Pörksen, Michael Simon, Katja Hilt und Markus Stein, MdL

Die touristische Entwicklung der Region ist für die Sozialdemokraten im Kreis ein ganz zentraler politischer Schwerpunkt. Deshalb traf man sich jetzt auch mit der Geschäftsführerin der Naheland-Touristik, Katja Hilt, um das Thema der regionalen Tourismusentwicklung zu besprechen. Seitens der SPD nahmen an dem Gespräch Carsten Pörksen (Fraktionsvorsitzender Kreistag), Markus Stein (Landtagsabgeordneter) sowie Michael Simon (stv. SPD-Kreisvorsitzender und designierter Landtagskandidat im Wahlkreis Bad Kreuznach) teil.

Es bestand große Übereinstimmung im Blick auf die tourismuspolitischen Schwerpunktsetzungen und Potenziale der Region. Die Corona-Pandemie habe zwar gerade in der Tourismuswirtschaft tiefe Spuren hinterlassen, sie habe aber auch dazu geführt, dass viele Menschen in unserer Heimat die vorhandene Landschaft und die Freizeitangebote noch deutlicher wertschätzen, also vor der Pandemie. Diese Wahrnehmung müsse unbedingt genutzt werden, denn nur wer von seiner Region überzeugt sei, quasi für sie „brenne“, könne andere begeistern. Dieses Bewusstsein gelte es in die Köpfe und Herzen zu bringen. Jene, die vor Ort für die Tourismuswerbung zuständig seien, können hier insbesondere anknüpfen und entsprechende Akzente setzen.

Dass dabei alle an einem Strang ziehen, sei gerade für eine Branche wie den Tourismus, die auch andere Wirtschaftsfelder einbeziehe, etwa das Hotel- und Gastgewerbe, von ganz besonderer Bedeutung. Ein funktionierender Tourismus sei letztlich Ausdruck einer hohen Lebens- und Aufenthaltsqualität, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Nahe-Region biete jedenfalls hervorragende und landschaftlich wunderschön gelegene Wanderwege mit großer Anziehungskraft, die einen ausgeprägten Reiz zur Erkundung der Region darstellen. Hilt erwähnte in diesem Zusammenhang exemplarisch auch den 137 km langen Hildegardisweg, der von Idar-Oberstein bis nach Bingen führe.

Dazu kämen tolle Radwegestrecken, die die Region zusätzlich attraktiver machen würden. Neben dem klassischen Fahren mit dem Fahrrad habe die Region auch spannende Bereiche für Mountenbiker zu bieten.

Aktuell liefen Vorbereitungen und Überlegungen für eine umfassende Darstellung der Möglichkeiten für Bike-Fahrer in der Nahe-Hunsrückregion, so Katja Hilt. Wichtig ist nach Auffassung Pörksens eine Verbesserung des Zustandes des Naheradwanderweges, der grundsätzlich ein attraktiver Weg mit vielen touristischen Besonderheiten sei. Daran werde, so Katja Hilt ebenfalls gearbeitet Carsten Pörksen würde es sehr begrüßen, wenn in einem Aktionsplan dieser Radweg einschließlich der kulturellen Angebote von allen Gebietskörperschaften von der Quelle bis zur Mündung entwickelt und vermarktet würde. Gerade die Tendenz, sich mehr auf die Heimat zu besinnen, sollte da genutzt werden. Die Verbesserung des gastronomischen Angebots und der Übernachtungsmöglichkeiten sei unerlässlich, wenn auch sehr schwer zu beeinflussen. Von oben verordnen lasse sich das nicht, möglich und notwendig seien verbesserte Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten. 

Maßnahmen in diese Richtung seien derzeit auch auf Landesebene in Vorbereitung, so MdL Markus Stein. Perspektivisch müsse man auch in großräumigeren Regionen denken. Dies gelte sowohl für das Naheland, für den Hunsrück als auch für das nicht weit entfernte Rheinhessen. Alle diese Regionen seien auf ihre individuelle Art reizvoll und eine gute Kooperation untereinander böte vor dem Hintergrund einer Win-Win-Situation die Chance, dass alle voneinander profitierten, machte besonders Michael Simon deutlich.

Hier gebe es eine gute räumliche Erreichbarkeit und eine attraktive und vielfältige Kulturlandschaft mit unterschiedlichsten Attraktionen und touristischen Angeboten. Eine Idee in diesem Zusammenhang ist für die Sozialdemokraten eine übergreifende Gästekarte und eine damit verbundene Möglichkeit der regionalen und überregionalen Mobilität. Im Konsens mit der Naheland-Geschäftsführung betonten die Sozialdemokraten die organisatorische Struktur und die notwendige Kontinuität in der personellen und finanziellen Ausstattung, die hier von wesentlicher Bedeutung seien. Einig war man sich darin, dass die lokalen Tourist-Informationen weiter in ihrer Ausstattung und ihrer Standardqualität gestärkt werden müssen. Davon profitieren nicht zuletzt das touristische Marketing in der Region.

Eine gute Entwicklung sei nicht zuletzt davon abhängig, wie die lokalen Tourist-Informationen ihre eigenen Schwerpunkte kommunizieren und den übergreifenden Austausch untereinander pflegen. Hier habe die Naheland-Touristik eine ganz wichtige koordinierende Funktion, betonte Hilt. „Erfolgreich können wir nur sein mit einer guten lokalen Vernetzung und einer koordinierten Kommunikation, dies nicht zuletzt mit Blick darauf, dass die Aufgabe der Tourismusförderung, vielfach auf die städtischen Kommunen und die Verbandsgemeinden übertragen ist“, merkten Carsten Pörksen und Michael Simon an.

MdL Markus Stein warf noch einen weiteren aus seiner Sicht wesentlichen Aspekt in die Gesprächsrunde mit ein: Er brachte die Tourismusförderung auch in einem Zusammenhang mit der regionalen Kultur und entsprechenden kulturellen Events, beispielsweise im musikalischen Bereich. Diesen Fokus gelte es mit einzubeziehen.

 

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