SPD Gemeindeverband Rüdesheim


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SPD-Fraktion der VG Rüdesheim informiert sich über Bürgerbus

Fraktion

v.l.n.r.: H. Fett, L. Ragg, M. Schlapp, H. Zensen, M. Stein, Ralph Hintz (Bürgerbusbeauftr. VG Lalo), K. Gräff, W. Ginz

RÜDESHEIM, 04.09.2014. Die SPD-Fraktion des Verbandsgemeinderates Rüdesheim informierte sich am Donnerstag-Abend über das in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim bereits seit 2012 sehr erfolgreich laufende Bürgerbus-Projekt. Der Bürgerbusbeauftragte der Verbandsgemeinde Langenlonsheim, Herr Ralph Hintz, erläuterte den Genossinnen und Genossen in einem Vortrag, wie ein solcher Service auf die Beine gestellt und unterhalten werden kann.

Ein Service „von Bürgern für Bürger“ sei es, denn schließlich seien sowohl die Fahrerinnen und Fahrer, wie auch der gesamte Bereich der Fahrdienstleitung und der Koordination ehrenamtlich organisiert. Der Bürgerbus der Verbandsgemeinde Langenlonsheim fährt überwiegend Seniorinnen und Senioren an zwei Tagen pro Woche auf individuellen Wunsch z.B. zu Ärzten, Friseuren, Geschäften oder auch kulturellen Angeboten.

Das Angebot sei für die Bürgerinnen und Bürger der Verbandsgemeinde kostenlos, so Hintz. Lediglich eine Spendenbox sei mit an Bord, die für spendenbereite Mitfahrer zur Verfügung steht, um den ehrenamtlich Tätigen auf diesem Wege zu danken.

So wie in Langenlonsheim, könnte es auch in der Verbandsgemeinde Rüdesheim funktionieren, waren sich die Genossinnen und Genossen einig. „Durch den Vortrag von Herrn Hintz wurde das deutlich, was wir schon seit dem Wahlkampf vertreten. Ein solcher Bürgerbus wäre das ideale Mittel, um in unserer flächenmäßig sehr großen Verbandsgemeinde gerade den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern neue Möglichkeiten zu eröffnen und Lebensqualität zu schaffen.", so der Fraktionsvorsitzende Markus Stein. Die SPD-Fraktion sei daher der Auffassung, dass insbesondere die Problematik der ärztlichen Versorgung in der ländlichen Region, die zuletzt auch Gegenstand im Haupt- und Finanzausschuss war, durch ein solches Bürgerbus-Angebot nahezu aufgehoben werden könnte. "Es macht für uns mehr Sinn, Bürgerinnen und Bürger, die nicht oder nur eingeschränkt mobil sind, zum Arzt zu bringen, statt die Ärzte mit finanziellen Mitteln überzeugen zu wollen, sich in der ländlichen Region niederzulassen.", so Stein.

Klar ist für die Genossen aber auch, dass, aufgrund der Größe der Verbandsgemeinde Rüdesheim mit 25.000 Einwohnern in 27 Ortsgemeinden, ein Service wie in der VG Langenlonsheim (ca 14.000 Einwohner bei 7 Ortsgemeinden) nicht nur mit einem Bus und zudem nur mit einer größeren Zahl an Ehrenamtlichen zu bewältigen wäre. Daher gibt es die Idee, mit einem Bus anzufangen, um zunächst vorrangig die weit entfernteren Regionen der Verbandsgemeinde zu versorgen. Eine solche Variante könnte man dann auch als Test ansehen, um zu erkennen, wie das Angebot in der Verbandsgemeinde Rüdesheim überhaupt angenommen wird.

Eine Ausweitung des Öffentlichen Personennahverkehrs wird zwar grundsätzlich begrüßt, eine echte Lösung sieht für die Genossen jedoch anders aus. Der persönliche und individuelle Service steht bei dem Bürgerbus im Vordergrund. Bürgerbusbeauftragter Ralph Hintz erklärte zum Beispiel, dass man mittlerweile auch einen Regenschirm mit "an Bord" hätte, um die Herrschaften persönlich und trockenen Fußes vom Bürgerbus zu dem Wunschort zu bringen.

Wie es weitergeht, steht für die SPD-Fraktion daher auch schon fest: "Wir wollen einen solchen Bürgerbus-Service auch in der Verbandsgemeinde Rüdesheim Wirklichkeit werden lassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Grundsatzbeschluss des Verbandsgemeinderates wird daher bei Bürgermeister Markus Lüttger eingereicht." sagt Stein und weiter: "Ob dieser Antrag auch eine Mehrheit im VG-Rat findet, liegt dann auch an den anderen Fraktionen. Wenn Herr Hintz vielleicht vor dem gesamten Gremium referieren könnte, um allen zu zeigen, wie gut dieser Service bei den Menschen ankommt, sind wir uns sicher, dass die notwendige Mehrheit zustande kommt!"